Schule als Kulturträger ist Traditionen verpflichtet. Schule dient der nächsten Generation und muss darum offen sein für Neues. Zwischen den Polen Tradition und Innovation bewegen wir uns in dieser Ausgabe. Beide Begriffe sind schon für sich allein zwiespältig. Tradition meint Werterhaltung, ist aber auch potentielle Verkrustung. Innovation soll uns helfen, zukünftige Herausforderungen zu meistern, des Neuen wahrer Segen oder Fluch wird aber oft erst im Nachhinein sichtbar. Ist Neues erst Innovation, wenn es sich bewährt hat – wenn es in die Tradition eingeht?
In dieser Ausgabe wagen wir uns an den Balanceakt zwischen Risiko und Sicherheit. Was darf man als Lehrperson riskieren? Wo muss man Grenzen setzen? Warum sind Rituale ein wichtiges Werkzeug im Schulalltag? Kann ein Lehrmittel zuviel Freiheit bieten? Diese und weitere Fragen werden in diesem Heft von Lehrerinnen und Lehrern, Lehrmittelautorinnen und -autoren sowie Juristen beantwortet.
In der aktuellen Nummer von Profi-L besprechen wir den Zusammenhang zwischen Fördern und Fordern. Kann gefördert werden, ohne zu fordern? Diese und weitere Fragen diskutieren Politiker und Fachpersonen für Bildung in einem Rundgespräch. Wir geben Einblicke in Schulsituationen, in denen die Bandbreite von Förderkonzepten sichtbar wird. Und überall geht es auch um Über- und Unterforderung. Dürfen wir Sie herausfordern?
«Rettet die Phänomene» schreibt der Pädagoge Martin Wagenschein, aber auch: «Erst das Phänomen, dann die Theorie und die Modellvorstellung.»
Wirklichkeit ist meistens so komplex, dass wir sie nur in der Reduktion auf ein Modell einigermassen fassen können. Modelle wiederum prägen uns und beeinflussen unsere Wahrnehmung der Erscheinungen. Zwischen Phänomen und Modell bewegt sich darum auch der Unterricht – und die erste profi-L-Ausgabe in 2011.
Wir möchten der Frage nachgehen, in welcher Weise Wahrnehmung eine Voraussetzung für Modellbildung ist und inwiefern Modelle ihrerseits eine Voraussetzung für Wahrnehmung darstellen. Von der «Auseinandersetzung mit Phänomenen» soll die Rede sein, vom «Lernen am Modell» und von den «Grenzen von Vorstellungen und Modellen».
«Integration» ist heute ein emotional befrachtetes Thema, das nicht nur in den Schulen kontrovers diskutiert wird. Je emotionaler der Zugang, desto enger ist oft die Sichtweise. Könnten «Integration» und «Separation» als zwei Seiten einer Medaille gesehen werden? Profi-L versucht, den Blickwinkel zu öffnen: Wir beleuchten die Integrations-/Separations-Problematik in Regelklassen, schildern aber auch diesbe- zügliche Erfahrungen von Behinderten und Fremdsprachigen. Neben der Erziehungs- wissenschafterin kommen Lehrkräfte zu Wort. Und auch Stimmen von Schülerinnen und Schülern werden nicht fehlen.
Von Kompetenzen ist vielerorts und in recht unterschiedlicher Bedeutung die Rede, ebenso von Standards – Bildungsstandards zum Beispiel. Sollen diese Begrifflichkeiten in der Diskussion um die Erfüllung des ständig sich wandelnden Bildungsauftrags hilfreich sein, müssen sie im Minimum von allen Beteiligten verstanden werden. Ein Versuch, diesen Begriffen und deren Bedeutung für die aktuelle Reformdiskussion auf den Grund zu gehen.
Diese Ausgabe von Profi-L fokussiert auf Lernen, das auf Dauer wirksam ist. Kein Fastfood-Lernen also. Profi-L geht der Frage nach, wie die Schule Lernen begünstigen kann, das nachhaltig wirkt. Liegt es an der emotionalen Betroffenheit der Lernenden, am gründlichen Durchdringen einer Problemstellung, an den sich wiederholenden Herausforderungen? Oder entzieht sich nachhaltiges Lernen der Didaktik, weil es ausschliesslich von der Motivation der Lernenden abhängt?
Lassen Sie sich in der aktuellen Nummer von widersprüchlichen Positionen überraschen und anregen.
Ist Lernen einsam? Im Fokus: Eigenständiges und kooperatives Lernen
Lernen geschieht im Kopf. Ist Lernen darum ausschliesslich ein individueller Prozess? Der Mensch ist ein geselliges Wesen. Lernt man deshalb besser mit andern zusammen? Im nächsten Magazin fokussieren wir die Aspekte der Eigenständigkeit und der Kooperation beim Lernen. Wir geben Ihnen Einblicke in Unterrichtssituationen, welche die beiden Aspekte illustrieren.
Vielleicht ist Lernen ansteckend? Lesen Sie die Beiträge in der aktuellen Ausgabe und bilden Sie sich ein Urteil.
Das neuste Magazin zu den «Kernfragen des Lehrens und
Lernens» fokussiert das Lernen im Spannungsfeld zwischen
Angst und Vertrauen. Ist ein so genannter angstfreier Unterricht das anzustrebende Ziel? Ist das überhaupt möglich
und wünschbar? Oder geht es nicht vielmehr darum, mit
eigenen und fremden Ängsten gut umzugehen? Wie sieht
Unterricht in den verschiedenen Fächern und Stufen aus,
wenn er darauf angelegt ist, Vertrauen aufzubauen und
Versagens ängste abzubauen? Lesen Sie mehr darüber in
der aktuellen profi-L-August-Ausgabe.
Im Sechserzyklus zu den Kernfragen des Lehrens und Lernens widmet sich diese Ausgabe den Fragen: Sind Fehler falsch? Ist Fehlerfreiheit ein Ziel? Was zeichnet eine gute bzw. eine schlechte Fehlerkultur aus? Wir dokumentieren Strategien von Lehrpersonen und Lernenden im Umgang mit
Fehlern und wollen dabei herausfinden, wie Fehler fruchtbar gemacht und zu Lernauslösern werden können. Dies einmal mehr anhand von Unterrichtsbeispielen aus verschiedenen Fächern und Stufen.
profi-L, das Magazin für das Lehren und Lernen. profi-L erscheint dreimal im Jahr (Februar, Juni, Oktober) und wird den Kundinnen und Kunden des Schulverlags kostenlos zugestellt. Abonnieren Sie Ihre Ausgabe hier. Die Printausgabe wird ergänzt durch diese Website, die weitere Musterseiten, Dokumente und das komplette Archiv des Magazins zum Gratis-Download bereithält.